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Grundlagen 6 Min. Lesezeit

Rückzahlung von Minikrediten

Laufzeiten, Raten, Verhandlungsmöglichkeiten bei Engpässen - alles zur Rückzahlung Ihres Minikredits.

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Ein Minikredit ist ein kurzfristiges Darlehen über einen kleinen Betrag, das meist nach 30 oder 60 Tagen zurückgezahlt wird. Das Geld ist schnell da. Die Rückzahlung kommt aber genauso schnell, und genau dort entstehen die meisten Probleme. Hier lesen Sie, wie die Rückzahlung abläuft und was Sie tun können, wenn es knapp wird.

Das Wichtigste

  • Stellen Sie einen Budgetplan auf, damit Sie wissen, ob die Rückzahlung zum Termin klappt.
  • Wird es knapp, sprechen Sie vor dem Fälligkeitstermin mit dem Kreditgeber.
  • Prüfen Sie Zinsen und Zusatzgebühren, bevor Sie unterschreiben.
  • Wenn die Rückzahlung nicht möglich ist, schauen Sie nach Alternativen mit längerer Laufzeit.
  • Bei Nichtzahlung drohen Mahnkosten, Verzugszinsen und ein negativer SCHUFA-Eintrag.

Rückzahlungsbedingungen von Minikrediten

Beim klassischen Minikredit wird der ganze Betrag samt Zinsen am Ende der Laufzeit in einer Summe fällig, bei Cashper und MyWage nach 30 oder 60 Tagen. Wer lieber in Teilen zahlt, hat zwei Wege: Cashper bietet bei 60 Tagen eine 2-Raten-Option mit zwei gleichen Raten (die erste nach 30 Tagen), die je nach Summe rund 40 bis 149 € extra kostet. Vexcash vergibt an Neukunden Kredite mit Monatsraten über bis zu 3 Monate. Vorzeitig zurückzahlen dürfen Sie einen Verbraucherkredit jederzeit, dann sinken die Zinsen entsprechend. Achten Sie darauf, dass die Rückzahlung zu Ihrem Budget passt. Ein Minikredit soll einen Engpass überbrücken und nicht den nächsten auslösen.

Laufzeit von Minikrediten

Die Laufzeit ist der Zeitraum, bis der Kredit zurückgezahlt sein muss. Bei Cashper und MyWage sind das 30 oder 60 Tage, bei Vexcash für Neukunden 1 bis 3 Monate. Eine Express-Option ändert daran nichts, sie beschleunigt nur die Auszahlung. Merken Sie sich den Fälligkeitstermin gut: Wer zu spät zahlt, zahlt Mahnkosten und Verzugszinsen.

LaufzeitTypischer Effektivzins
30 Tageca. 13,4 bis 13,6 % p.a. (Cashper, MyWage)
60 Tage (Cashper, 2-Raten-Option)ca. 13,4 bis 13,6 % p.a. plus rund 40 bis 149 € Gebühr für die Ratenoption
1 bis 3 Monate (Vexcash, Monatsraten)11,13 % p.a.

Zinsen und Gebühren

Die Zinsen berechnen sich nach Betrag, Zinssatz und Laufzeit. 500 € für 30 Tage kosten bei 13,5 % effektiv rund 5,55 €, für 60 Tage rund 11,10 €. Dazu können freiwillige Extras kommen, vor allem die Express-Auszahlung. Die Konditionen unterscheiden sich je nach Anbieter, ein Vergleich lohnt sich - siehe Zinsen und Gebühren für Minikredite.

Mögliche Strafen bei Nichtzahlung

Zahlen Sie nicht pünktlich, geraten Sie in Verzug. Der Anbieter darf dann Verzugszinsen verlangen, bei Verbraucherkrediten 5 Prozentpunkte pro Jahr über dem Basiszinssatz (§ 497 BGB), dazu Mahnkosten. Bleibt die Forderung offen, folgen oft Inkasso, ein gerichtliches Mahnverfahren und ein negativer SCHUFA-Eintrag. Melden Sie sich deshalb frühzeitig beim Kreditgeber, wenn Sie merken, dass es nicht reicht.

Tipps zur Rückzahlung von Minikrediten

Budgetplanung

Schreiben Sie auf, was bis zum Fälligkeitstermin reinkommt und was rausgeht: Miete, Strom, Handy, Lebensmittel, laufende Raten. Was übrig bleibt, muss für die Rückzahlung reichen. Eine einfache Tabelle genügt dafür. Wenn am Ende weniger übrig ist als der Rückzahlungsbetrag, wissen Sie es jetzt und nicht erst am Fälligkeitstag.

Verhandlungsmöglichkeiten

Rufen Sie den Kreditgeber an, bevor der Termin verstreicht, und fragen Sie nach einer Stundung oder einer Ratenzahlung. Einen Anspruch darauf haben Sie nicht, und je nach Anbieter kann das extra kosten. Ihre Chancen stehen aber deutlich besser, wenn Sie sich vor der ersten Mahnung melden als danach.

Alternative Finanzierungsoptionen

Wenn Sie mehr Zeit für die Rückzahlung brauchen, kommen Onlinekredite mit Monatsraten infrage, etwa bei Vexcash über bis zu 3 Monate. Für Beträge ab etwa 1.000 € ist auch ein klassischer Ratenkredit eine Option. Die Raten sind dort niedriger, weil sie sich über Monate oder Jahre verteilen.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist der maximale Kreditbetrag?

Neukunden erhalten meist bis 600 €, bei Vexcash bis 1.000 €. Bestandskunden können bis 1.500 € leihen, bei Vexcash bis 3.000 €.

Wie lange dauert die Genehmigung?

Die Entscheidung fällt oft innerhalb weniger Minuten. Die Standard-Auszahlung dauert je nach Anbieter einige Werktage bis zu 10 Arbeitstage. Schneller geht es nur mit einer kostenpflichtigen Express-Option.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Personalausweis oder Reisepass, ein Einkommensnachweis und Kontoauszüge. Viele Online-Anbieter prüfen das Konto auch digital, dann entfällt das Hochladen einzelner Auszüge.

Kann ich trotz Schufa-Eintrag einen Kredit erhalten?

Das ist schwierig. Die Minikredit-Anbieter fragen die SCHUFA ab, ein negativer Eintrag senkt die Chancen deutlich. Eine Zusage ist in diesem Fall nicht garantiert.

Was passiert bei verspäteter Rückzahlung?

Es fallen Mahnkosten und Verzugszinsen an (bei Verbraucherkrediten 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz). Bleibt die Forderung offen, drohen Inkasso, ein gerichtliches Mahnverfahren und ein negativer SCHUFA-Eintrag.

Kann ich vorzeitig zurückzahlen?

Ja, ein Verbraucherkredit darf jederzeit ganz oder teilweise vorzeitig zurückgezahlt werden (§ 500 BGB). Eine Vorfälligkeitsentschädigung ist gesetzlich gedeckelt: höchstens 1 % des vorzeitig gezahlten Betrags, bei weniger als einem Jahr Restlaufzeit höchstens 0,5 %, und nie mehr als die Zinsen, die bis zum Laufzeitende angefallen wären.

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