Ein gesetzliches Höchstalter für Kredite gibt es in Deutschland nicht, und aus Sicht der Kreditgeber hat die Rente sogar einen Vorteil: Sie ist ein sicheres Einkommen, das anders als ein Gehalt nicht durch Kündigung wegfallen kann. Trotzdem tun sich viele Banken mit der Kreditvergabe an Senioren schwer. Der Grund ist das statistisch steigende Ausfallrisiko: Je älter der Kreditnehmer, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Kredit nicht vollständig zurückgezahlt wird.
Die Konsequenz sind interne Altersgrenzen. Manche Institute vergeben einen Kredit für Senioren nur bis 65 Jahre, andere finanzieren Rentner über 70, und einzelne Anbieter akzeptieren Kreditnehmer jenseits der 80 Jahren, dann meist gegen Sicherheiten. Ein Kredit im Alter ist also möglich; ab 75 Jahren wird die Auswahl nur spürbar kleiner. Für kleine Summen ist ein Minikredit mit kurzer Laufzeit oft der einfachste Weg, weil das Risiko für den Kreditgeber überschaubar bleibt. Wer trotz schwächerer Bonität sucht, findet unter Kredit ohne SCHUFA die seriösen Optionen, und der Privatkredit über Auxmoney steht Rentnern ebenfalls offen.
Der Begriff Rentnerkredit bezeichnet dabei kein eigenes Produkt. Gemeint ist ein ganz normaler Raten- oder Kleinkredit, bei dem Kredithöhe, Laufzeit und Rückzahlung auf das Alter und die Rente des Kreditnehmers zugeschnitten sind: eher kleinere Summen, eine kürzere Laufzeit und eine monatliche Rate, die auch nach Abzug aller Fixkosten sicher bezahlbar bleibt. Praktisch für die Planung: Viele Anbieter erlauben kostenlose Sondertilgungen, sodass sich der Kredit bei unerwarteten Einnahmen vorzeitig zurückzahlen lässt und Zinskosten sinken.


