Definition von Minikredit
Was ist ein Minikredit? Definition, Vorteile, Einsatzmöglichkeiten und Unterschiede zu herkömmlichen Krediten.
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Ein Minikredit ist ein kleiner Kredit, meist zwischen 100 und 600 €, den Sie online beantragen und nach 30 bis 90 Tagen zurückzahlen. Gedacht ist er für kurzfristige Engpässe, etwa eine unerwartete Rechnung kurz vor dem nächsten Gehalt.
Was ist ein Minikredit?
Mit einem Minikredit überbrücken Sie eine Lücke von ein paar Wochen. Der Antrag ist in wenigen Minuten ausgefüllt, und die Entscheidung fällt oft ebenso schnell. Die Auszahlung dauert ohne Aufpreis meist einige Werktage. Innerhalb eines Werktags geht es nur mit einer kostenpflichtigen Express-Option. Die Hürden sind niedriger als bei einem Kredit der Hausbank, weil es um kleine Beträge geht.
Vorteile eines Minikredits
Für unerwartete Ausgaben oder eine dringende Rechnung ist ein Minikredit schnell beantragt. Meist zahlen Sie den Betrag am Ende der Laufzeit in einer Summe zurück. Manche Anbieter bieten gegen Gebühr zwei Raten an, bei Vexcash zahlen Neukunden über bis zu drei Monate in Monatsraten.
Eine Bonitätsprüfung gibt es auch beim Minikredit, sie läuft aber meist automatisiert und ist schnell erledigt. Wer bei der Hausbank für einen größeren Kredit abgelehnt wurde, hat für ein paar hundert Euro deshalb manchmal noch eine Chance. Der Zins liegt in der Regel höher als bei einem klassischen Ratenkredit.
Einsatzmöglichkeiten von Minikrediten
Typisch sind unerwartete Ausgaben: eine Reparatur, eine Nachzahlung, eine Zahnarztrechnung. Auch kleinere Anschaffungen lassen sich damit überbrücken, solange Sie das Geld in wenigen Wochen zurückzahlen können.
Für wen eignet sich ein Minikredit?
Ob in der Ausbildung, im Studium oder mitten im Berufsleben: Es kann schnell passieren, dass kurzfristig 500 € bis 1.000 € fehlen. Vielleicht ist das Auto kaputt und muss dringend repariert werden, oder die Waschmaschine hat den Geist aufgegeben. Auch wer sich etwas gönnen möchte, das nur jetzt möglich ist (etwa Karten für das Konzert nächsten Monat), rutscht mitunter in einen kurzzeitigen Engpass. In solchen Situationen ist ein Minikredit eine gute Wahl. Für größere Anschaffungen passt eher ein Kleinkredit oder ein klassischer Sofortkredit mit längerer Laufzeit und monatlichen Raten.
Praxisbeispiel: Herr Schmitz hat sein Auto in der Werkstatt. Dort wird festgestellt, dass zusätzlich zum ursprünglichen Auftrag dringend die Bremsen gemacht werden müssen. Eigentlich kann Herr Schmitz die Reparatur diesen Monat nicht mehr bezahlen, und der Dispo ist nach dem Sommerurlaub bereits ausgeschöpft. Also entscheidet er sich für einen Minikredit über 600,- € über zwei Monate mit Expressauszahlung. Das Geld ist innerhalb eines Werktags da, und er zahlt den Kredit in zwei Monatsraten zurück.
Der Haken: Die Zinsen machen bei 600 € für zwei Monate nur wenige Euro aus, die Extras kosten deutlich mehr. Bei Cashper zum Beispiel liegt die Express-Gebühr ab 400 € bei 99 €, die Zwei-Raten-Option kostet je nach Summe noch einmal rund 40 bis 149 €. Rechnen Sie deshalb vorher durch, ob Sie das Tempo wirklich brauchen.
Gegenüber einem ausgeschöpften Dispo sparen Sie beim Zins kaum etwas, beide liegen im zweistelligen Bereich. Der Vorteil des Minikredits ist das feste Rückzahlungsdatum. Prüfen Sie aber, ob Sie den Betrag zu diesem Termin auch wirklich zurückzahlen können.
Minikredit vs. herkömmlicher Kredit
Unterschiede zwischen Minikredit und herkömmlichem Kredit
Drei Punkte unterscheiden den Minikredit von einem klassischen Ratenkredit. Erstens die Summe: ein paar hundert Euro statt mehrerer tausend. Bei großen Beträgen prüft die Bank Ihre Kreditwürdigkeit entsprechend gründlicher. Zweitens die Laufzeit: 30 bis 90 Tage statt mehrerer Jahre. Drittens die Anforderungen: Weil weniger auf dem Spiel steht, sind sie beim Minikredit meist etwas niedriger. Auch mit nicht ganz perfekter Bonität kann es deshalb klappen.
Vorteile eines Minikredits gegenüber herkömmlichen Krediten
Ein Minikredit ist schnell beantragt und entschieden. Weil der Betrag klein ist, lässt er sich meist mit dem nächsten Gehalt zurückzahlen. Und die Anforderungen an die Bonität sind oft etwas niedriger als bei einem großen Ratenkredit.
Nachteile eines Minikredits gegenüber herkömmlichen Krediten
Der Zins liegt mit aktuell rund 11 bis 13,6 % effektiv über dem vieler Ratenkredite. Richtig teuer wird es aber erst durch Zusatzoptionen wie Express-Auszahlung oder Ratenzahlung, die schnell ein Vielfaches der Zinsen kosten. Außerdem ist die Summe begrenzt: Für größere Anschaffungen reicht ein Minikredit nicht.
Wie funktioniert ein Minikredit?
Beantragung eines Minikredits
Sie füllen online einen kurzen Antrag mit Ihren persönlichen Daten und dem gewünschten Betrag aus. Danach prüft der Anbieter Ihre Kreditwürdigkeit und bestätigt Ihre Identität. Fällt die Prüfung positiv aus, bekommen Sie den Vertrag und das Geld wird überwiesen.
Bewertung der Kreditwürdigkeit
Bei der Prüfung schaut der Anbieter auf Ihr Einkommen, Ihre laufenden Verpflichtungen und Ihre bisherige Kreditgeschichte. Dafür fragt er meist bei einer Auskunftei wie der SCHUFA an.
Je besser die Bewertung, desto eher bekommen Sie eine Zusage. Auch mit weniger guter Bonität kann es klappen, dann aber oft nur mit einem kleineren Betrag. Sicherheiten verlangen Minikredit-Anbieter in der Regel nicht.
Auszahlung und Rückzahlung eines Minikredits
Nach der Zusage überweist der Anbieter das Geld auf Ihr Konto. Ohne Aufpreis dauert das je nach Anbieter einige Werktage, bei manchen bis zu 10 Arbeitstage. Innerhalb eines Werktags geht es nur mit einer kostenpflichtigen Express-Option. Zurückgezahlt wird nach 30 bis 90 Tagen, meist in einer Summe. Halten Sie den Termin ein, sonst kommen Mahngebühren und Verzugszinsen dazu.
Zusammenfassung
Ein Minikredit hilft, wenn Ihnen für ein paar Wochen einige hundert Euro fehlen. Beantragt ist er schnell, verwenden können Sie das Geld frei. Der Zins liegt über dem eines normalen Ratenkredits, und die Extras für schnelle Auszahlung oder Ratenzahlung kosten oft mehr als die Zinsen. Nehmen Sie ihn nur auf, wenn Sie sicher sind, dass Sie zum Fälligkeitstermin zahlen können.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Minikredit?
Ein kleiner Kredit, für Neukunden meist 100 bis 600 € (bei Vexcash bis 1.000 €), für Bestandskunden bis 1.500 € und bei Vexcash bis 3.000 €. Die Laufzeit liegt bei 30 bis 90 Tagen.
Wer kann einen Minikredit beantragen?
Volljährige mit Wohnsitz in Deutschland und regelmäßigem Einkommen. Die Anbieter setzen ein Mindesteinkommen voraus, je nach Anbieter zwischen 400 und 700 € netto im Monat, und prüfen Ihre Bonität.
Welche Vorteile hat ein Minikredit?
Er ist schnell beantragt, Sie brauchen kaum Unterlagen, und die Schuld hat ein festes Ende.
Wie lange dauert es, bis ein Minikredit ausgezahlt wird?
Das hängt vom Anbieter und von der gewählten Option ab. Ohne Aufpreis vergehen meist einige Werktage, bei Vexcash 8 bis 10 Arbeitstage. Mit kostenpflichtiger Express-Option ist das Geld innerhalb eines Werktags da, bei Vexcash mit dem Smart-Paket innerhalb von 24 Stunden.
Welche Risiken gibt es bei einem Minikredit?
Zahlen Sie nicht pünktlich, kommen Mahngebühren und Verzugszinsen dazu, und im schlimmsten Fall ein negativer SCHUFA-Eintrag. Prüfen Sie deshalb vorher, ob Sie den Betrag zum Termin sicher zurückzahlen können.
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