Mikrokredite für Selbstständige / Gewerbe

Was ist die eigentliche Bedeutung eines Mikrokredites bzw. Minikredites?

Viele Banken und Sparkassen verwenden den Begriff Mikrokredit als Synonym für kleine Kredite, dies ist aber eigentlich nicht die ursprüngliche Bedeutung.

Der Begriff Mikrokredit stammt eigentlich vom englischen Wort Microlending. Dieses beschreibt die Praxis, sehr kleinen Unternehmen geringe Geldbeträge (zwischen 1,- EUR und einigen tausend EUR) zu leihen, meist in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Dabei wird die Kreditvergabe mit Microlending bezeichnet, die Kreditgeber sind die Microlender. Häufig wird neben dem Kredit auch eine Beratung und/oder sogar eine Begleitung der Unternehmen angeboten. Das ganze dient der Entwicklungshilfe und wird von nichtstaatlichen Organisationen bzw. speziellen Finanzdienstleistern angeboten. (Quelle und weitere Informationen: Wikipedia)



Diese besondere Verbindung zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber soll eigentlich auch (möglicherweise fehlende) Sicherheiten ersetzen, denn der Kreditgeber kann aufgrund seiner Kontrolle frühzeitig mit Ratschlägen steuernd in den Geschäftsbetrieb eingreifen. So werden Schieflagen oder falsche Entscheidungen rechtzeitig erkannt und vermieden.


In Deutschland bieten die wenigsten Banken „echte“ Mikrokredite an, die zusätzliche Beratung bzw. Betreuung beinhalten. Meist sind hier Kredite mit kürzester Laufzeit in geringer Höhe gemeint, die nicht vom Dispositionskredit abgedeckt werden.

Wofür kann ein Selbstständiger einen Mikrokredit nutzen?

Im Grunde können Sie mit einem Mikrokredit alles finanzieren, was irgendwie mit Ihrem Unternehmen zu tun hat.

Einige Beispiele:

  • Betriebsgründungen
  • Betriebserweiterungen
  • Investitionen in Betriebsmittel (Maschinen, KFZ, usw.)
  • Investitionen in Modernisierung, etc.
  • Investitionen in Arbeits- und Ausbildungsplätze
  • Vorfinanzierung von Aufträgen
  • aktueller Liquiditätsbedarf, zum Beispiel für Steuernachforderungen

Grundsätzlich sind hier alle nicht-privaten Einsatzzwecke für den Kredit möglich.

Vorteile eines Minikredits für Selbstständige

Viele Banken und Sparkassen lehnen kleine und kleinste Kreditbeträge für Selbstständige häufig ab, denn der zu erwartende Ertrag für die Banken steht in keinem Verhältnis zum Aufwand. Das ganze ist schlicht und einfach für viele Banken nicht wirtschaftlich. Bei Anbietern, die Mikrokredite vergeben, ist das anders: Aufgrund der geringen Laufzeit, den etwas höheren Zinsen und den angebotenen Zusatzoptionen (wie z.B. 24-Stunden-Auszahlung) rechnet sich der Minikredit für den Anbieter.

Ein weiterer großer Vorteil ist häufig die Tatsache, dass die bürokratischen Hürden und Anforderungen an Sicherheiten oft nicht so hoch sind. So gibt es Anbieter, die einen Minikredit auch auszahlen, wenn es (geringfügige) negative SCHUFA-Merkmale oder einen niedrigen SCHUFA-Score gibt.

Letztlich bleibt noch anzumerken, dass ein Mikrokredit oft günstiger ist als die geduldete Überziehung eines Geschäftskontos.

Nachteile eines Mikrokredits für Unternehmer und Selbstständige

Suchen Sie sich Ihren Anbieter für Mikrokredite genau aus und überlegen Sie unbedingt, welche Extra-Leistungen Sie brauchen. Gerade zusätzliche Leistungen wie z.B. Bearbeitung innerhalb weniger Stunden oder auch eine Express-Auszahlung binnen 24 Stunden kosten häufig extra und sind nicht immer nötig.

Außerdem sollten Sie vorsichtig mit sogenannten Finanzberatern oder -vermittlern sein. Oft wird versucht, eine Versicherung oder ein anderes unnötiges Produkt an die Finanzierung zu knüpfen. Hier sollten Sie sofort die Verhandlungen abbrechen, denn das ist schlichtweg unseriös.

Fazit

Ein Mikrokredit kann für Selbstständige und Unternehmer eine interessante Sache sein. Wichtig ist, bereits vorher zu wissen, welchen Betrag Sie benötigen und dann zu vergleichen. Einen Mikrokreditanbieter für Selbstständige, der eine kurzzeitige Zwischenfinanzierung bis zu 10.000,- EUR anbietet, finden Sie hier. Alternativ können Sie sich hier über einen Ratenkredit informieren.